
Eintritt frei – Voranmeldung obligatorisch: 055/241752
PROGRAMM
Dienstag 29. Juni 2010, 21.00 Uhr
Joseph Boulogne, Chevalier de Saint-Georges zwischen Boccherini und Mozart
Monique Ciola, Klavier
Michael Stüve, Violine
Dienstag 6. Juli 2010, 21.00 Uhr
Dichterlesung mit musikalischer Untermalung
Giorgio Caproni ‘Il seme del piangere’
Vortrag durch Italo Dall’Orto, musikalisch begleitet von Gionni Dall’Orto
Dienstag 13. Juli 2010, 21.00 Uhr
Contrappunti, Arie, Cacce, Minuetti
für Tenorviola, Altviola, Viola d’amore und Violoncello
(Vincenzo Galilei, Michel Corrette, Luigi Boccherini, Alessandro Rolla, Diego Ortiz, Monsieur Milandre und Carl Stamitz)
Angelo Bartoletti, Viola
Michele Tazzari, Violoncello
Donnerstag 22. Juli 2010, 21.00 Uhr
Von Liebe und Tod
Melodrammen von Franz Peter Schubert, Robert Schumann, Richard Strauss (auf Texte von F. Hebbel, P. B. Shelley, L. Uhland), Gedichte des Romancero Gitano von Garcia Lorca und Werke von Manuel de Falla
Rosetta Ranaudo, Lesung
Norberto Capelli, Pianoforte
Montag 26. Juli 2010, 21.00 Uhr
Vortragsabend des Pianisten Mikhail Petukhov
Modest Petrovič Musorgskij, Mikhail Petukhov, Franz Liszt
Freitag 30. Juli 2010, 21.00 Uhr
Mozart – Mendelssohn
Wolfgang Amadeus Mozart, Quintetto in C Dur KV 515
Felix Mendelssohn-Bartholdy, Quintetto in B Dur op. 87
Quintetto Giotto
Andrea Tacchi, Violine
Susanna Pasquariello, Violine
Stefano Zanobini, Viola
Hildegard Kuen, Viola
Andrea Landi, Violoncello
Die Konzertsaison 2010 der MUSICA RICERCATA beginnt mit zwei Konzerten zum Thema “1989/2009 – Auf dem Weg in ein neues Europa”, die Dienstag, den 2. Februar um 20.00 Uhr im Österreichischen Kulturforum in Rom, Viale Bruno Buozzi 113
und
Donnerstag, den 4. Februar um 21.00 Uhr im Centro per l’Arte contemporanea in Prato, Viale della Repubblica 277
stattfinden.
Das Programm wurde auf Anregung der Direktorin des Österreichischen Kulturforums in Rom, Frau Dr. Astrid Harz, aus Anlass des zwanzigsten Jahrestags des Falls der Berliner Mauer ausgearbeitet und stellt Kompositionen vor, die zwischen 1989 und 2006 entstanden sind. Die Komponisten kommen vor allem aus jenen Ländern, die von der friedlichen Revolution 1989 und dem dann folgenden Flüchtlingsstrom besonders betroffen waren: Ungarn, Österreich und Deutschland. Es werden Werke von Hans Werner Henze, Kurt Schwertsik, György Kurtág, Iván Eröd, Gottfried von Einem, György Ligeti, Maurizio Kagel, Friedrich Cerha und Gerald Resch aufgeführt.
Das Programm wird bestritten von der jungen österreichischen Mezzosopranistin Ida Aldrian, der Trentiner Pianistin Monique Ciola, dem deutschen Geiger Michael Stüve und dem amerikanischen Cellisten mit deutscher Staatsbürgerschaft Roger Low.
Dies ist auch die Besetzung der von Ludwig van Beethoven bearbeiteten Volklieder, die im Programm mit den modernen Stücken abwechseln. Wir haben damit eine Rückverbindung zur Philosophie Johann Gottfried Herders (1744 -1803) schaffen wollen und seinem Interesse für die Stimmen der Völker in ihren Liedern. Wie sehr diese Philosophie auch Beethoven beeinflusst hat, geht aus dessen Äußerung in einem Brief an den Verleger Simrock 1823 hervor: „Ich denke eine Volksliederjagd ist besser als eine Menschenjagd der so gepriesenen Helden.“
Der Eintritt zu den Konzerten ist frei
Das Museum des Palazzo Medici Riccardi in Florenz hat mit der Einrichtung einer Mediathek begonnen: http://www.palazzo-medici.it/index.php, in welche auch musikalische Beispiele aufgenommen werden, die sich auf die Geschichte des um 1450 errichteten Palazzo beziehen. Eine erste Gruppe von Stücken stammt aus jener Epoche, in der die Familie de’ Medici den Palazzo in der Via Larga bewohnte (bis hin zur Hochzeit Cosimo I mit Eleonora von Toledo im Jahre 1539). Diese Musikbeispiele sind vom Ensemble MUSICA RICERCATA aufgenommen worden und unter
http://www.palazzo-medici.it/mediateca/audioteca.php abrufbar.
Man erreicht die Audiothek auch, indem man in der italienischen Homepage auf „ANTEPRIMA MEDIATECA MEDICEA“ klickt und die „Audioteca“ sucht. Folgende Werke sind abrufbar:
- Drei musikalische Versionen der von Lorenzo il Magnifico gedichteten Ballata „Und dì lieto giamai“ (Henricus Isaac, Bartolomeo degli Organi und Jacques Arcadelt)
- Henricus Isaac’s „Palle, palle“ und „A la bataglia“
- Eine fünfstimmige Instrumentalversion von “Celan sans plus”, die Giovanni de’ Medici (Papst Leo X) komponiert hat.
MUSA MUSEO MUSICA, eine Initiative des Vereins MUSICA RICERCATA, bringt seit 1997 die Florentiner Museen zum Erklingen. Die musikalischen Programme werden dabei möglichst in einem Ambiente angeboten, das historisch dem jeweiligen Konzertprogramm entspricht.
Der Konzertzyklus 2009 steht unter dem Motto "In seculum viellatoris" (Titel des ersten uns bekannten Instrumentalstücks, einer Instrumentalmottette für drei Fiedeln aus dem 13. Jh.) und durchstreift am Orientierungsfaden der Triobesetzung die Musikgeschichte vom Mittelalter bis zum Klaviertrio.
"Europa in der Musik" ist der Titel des Herbstzyklus 2008 der MUSICA RICERCATA, der im Rahmen der Initiative MUSA MUSEO MUSICA vom 4. bis zum 30. Oktober sieben Konzertereignisse in Florenz anbietet. Ausgehend vom Abschlusskonzert des Internationalen Symposiums "Die Musik des alten Griechenlands" am 4. Oktober führen diese Konzerte, die in berühmten Florentiner Palais, Museen und Kirchen stattfinden, Schritt für Schritt durch alle Epochen der Musikgeschichte und bringen aus jedem Land der Europäischen Gemeinschaft mindestens einen Komponisten zur Aufführung.